Redblue-Mitarbeiterin stellt sich neuen Herausforderungen in der Schweiz

Désirée Mai

Désirée Mai stellt sich nach 10 Jahren in der Redblue Marketing GmbH einer ganz neuen Herausforderung.

20. Juni 2018

Désirée Mai, (34), stellt sich nach 10 Jahren in der Redblue Marketing GmbH einer ganz neuen Herausforderung. Sie übernimmt für ein Jahr das Brand Marketing für MediaMarkt in der Schweizer Landesgesellschaft. Eine WIN-WIN-Situation und für Dési eine Chance, durch die sie nicht nur beruflich viele neue Erfahrungen sammelt.

Désirée, die Anfrage zu MediaMarkt in die Schweiz zu wechseln kam Ende letzten Jahres für dich ja eher überraschend. Erzähl doch mal, wie es dazu kam.

Das ging in der Tat alles relativ schnell. In der Schweiz wurde mitten in der Vorweihnachtszeit eine Brandmarketingleitung gebraucht. Klar, dass da sehr zeitnah eine Vertretung einspringen müsste. Da ich als Teamleiterin in der Realisation unter anderem für den Schweizer Markt zuständig war, wurde ich gefragt, ob ich ich mir das Interims mäßig vorstellen könnte. Denn die Schweizer Kampagnen kannte ich nach sieben Jahren in der Realisation für MediaMarkt Schweiz von der Umsetzungsseite her sehr gut. Eine Chance über die ich mich sehr gefreut habe. Nach vier Jahren als Teamleiterin der Realisation wuchs in mir ohnehin der Wunsch nach neuen Herausforderungen. Da kam die Anfrage genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe nicht lange gezögert und bin noch im November 2017 in Dietikon (bei Zürich) eingesprungen.

Und dann? Kulturschock?

Ich bin hier sehr schnell angekommen und habe die Leute als sehr aufgeschlossen erlebt. Eine Besonderheit ist dann aber doch das Schweizerdeutsch. Mittlerweile habe ich mir selbst schon so manche Eigenart angewöhnt, wie damals beim Bayrischen auch. Es gibt zum Beispiel kein „ß“, sondern alles wird mit „ss“ geschrieben. Dann gibt es besondere Vokabeln, die ich auch schon angenommen habe – zum Beispiel „zügeln“ für „umziehen“, „Ferien“ für „Urlaub“, „mühsam“ für „anstrengend“, „das kommt gut“ für „das sieht gut aus“, oder, besonders süß, „Gipfeli“ für „Croissant“. In der Schweizer Verwaltung werde ich auch schon als „dazugehörig“ gesehen, denn viele sprechen mit mir Dialekt und versuchen nicht mehr, hochdeutsch mit mir zu reden.

An die Schweizer Preise dagegen, insbesondere für Lebensmittel und in Restaurants, werde ich mich wohl nie gewöhnen. Ein halbes Hähnchen am Wochenmarkt kostet zum Beispiel soviel wie auf der Münchner Wiesn. Andererseits, sind der Käse und die Schoki hier natürlich wahnsinnig toll! Zwei meiner Lieblingslebensmittel.

Und nun pendelst du ja zwischen München und Zürich. Wie schaffst du es da, Privatleben in München und Beruf in Zürich unter einen Hut zu bringen?

An einem bis zwei Tagen in der Woche arbeite ich immer noch in den Räumen der Redblue und bin auch am Wochenende in München bei meinem Partner. Klar musste ich natürlich meinen Alltag umstellen. Ich habe jetzt nicht mehr die Abende, um Zeit mit Freunden zu verbringen, dafür konzentriert sich alles auf das Wochenende. Ich merke aber auch, dass ich die Zeit so viel bewusster nutze und genieße.

Ich würde es immer wieder machen und sehe in solchen Chancen auch den großen Vorteil in der Redblue. Wir sind Teil eines international aufgestellten Unternehmens, in dem sich eben solche Gelegenheiten auftun. Es gibt immer neue Möglichkeiten und Chancen, wenn man sich darauf einlässt und die entsprechenden Kompetenzen mitbringt. Ich konnte so in kurzer Zeit durch meine neuen Aufgaben wachsen.

Da hattest du sicher auch einen großen Vorteil durch deine Erfahrungen bei der Redblue, oder?

Ja, ich habe ja zuvor schon sieben Jahre auf der Umsetzungsseite der Schweizer MediaMarkt-Kampagnen gearbeitet. Ich kannte die aktuellen Kampagnen und kannte auch bereits einige Kollegen. Dadurch konnte ich mich schnell in die Themen einfinden. Trotzdem bedeutet die neue Position natürlich einen Rollenwechsel. Ich sitze jetzt genau auf der anderen Seite, die die Kampagnen und Aufgaben in die Umsetzung  gibt. Ich gestalte jetzt die Ideen mit, entscheide, wie eine Kampagne umgesetzt werden soll und koordiniere vor allem die unterschiedlichen Dienstleister.

An welchen Kampagnen und Ideen hast du denn zuletzt getüfelt?

Meistens ist es ja so, dass wir die Kampagnen aus Deutschland für die Schweiz adaptieren können. Besonders stolz bin ich auf die aktuelle Kampagne zur Fußballweltmeisterschaft. Die WM ist für jedes Land so spezifisch, dass wir hier etwas komplett Eigenes entwickelt haben. Sigi, ein in der Schweiz bekannter Fußballfan, reist der Nati (Schweizer Nationalmannschaft) seit über 40 Jahren nach und ist unser Testimonial für besondere Angebote. Wir treten im Rahmen der WM als Fanausrüster auf – unter dem Motto „Superangebote für Superfans“. Diese Kampagne habe ich erstmals von Briefing der Kreativagentur über alle Entscheidungsprozesse bis hin zur Umsetzung mit der Realisation von A-Z mitgemacht. Ich habe Videodrehs und Fotoshootings geplant, entschieden wieviel Budget in welche Anzeigen und Kanäle fließt, prüfe fortwährend, ob die Kampagne online auch überall gleich gespielt wird. Das Ergebnis jetzt zu sehen, ist ein tolles Gefühl!

Spannend! Da wirst du sicher viel für dich dazugelernt haben, oder?

Ich arbeite eng mit der Schweizer Landesleitung zusammen – bin also oft umgeben von den Entscheidern. Allein das setzt mehr Präsenz und Durchsetzungsvermögen meinerseits voraus, denn ich muss und möchte sie ja von meinen Ideen und Vorstellungen überzeugen. Für mich hieß das anfangs: Raus aus der Komfortzone.

Apropos zukünftige Herausforderungen: Du wirst noch bis zum Ende des Jahres als Brand Managerin in der Schweiz arbeiten. Und dann?

Komme ich voraussichtlich wieder zurück nach München und kann hoffentlich dort meine neuen Erfahrungen und Kenntnisse einbringen. In 10 Jahren Redblue haben sich aber immer neue Möglichkeiten und Chancen ergeben und ich bin gespannt, welche sich durch meinen Einsatz in der Schweiz nun ergeben!